Meldung:

  • Dorsten, 06. Mai 2016

Hans-Peter Müller (MdL) und Michael Hübner (MdL) zur Kriminalitätsstatistik

Kein Grund zur Verunsicherung
„Die in der vergangenen Woche veröffentlichten Kriminalitätsstatistiken für das Land NRW und den Kreis Recklinghausen sind kein Grund für Verunsicherung. Es ist vielmehr erfreulich, dass die Gesamtzahl der in Dorsten angezeigten Straftaten sehr deutlich zurückgegangen ist“, sagen die Landtagsabgeordneten für Dorsten, Hans-Peter Müller (SPD) und Michael Hübner (SPD).
Sie ergänzen: „Trotzdem ist der Anstieg der Wohnungseinbrüche auf 215 registrierte Taten sehr bedauerlich. Hier besteht Handlungsbedarf! Dieser Trend ist leider eine bundes- und zum Teil sogar europaweite Entwicklung, die häufig auf mobile Täter zurückgeht. Wir sehen einen ähnlichen Anstieg auch in anderen Bundesländern, wobei die städtischen Regionen sehr häufig Ziel von Einbrechern sind. Es ist bedauerlich, dass die Rückgänge in den vergangenen Jahren sich nicht fortgesetzt haben.“ Dennoch habe man Erfolge mit gezielten Ermittlungsmaßnahmen bei grenzübergreifenden Tatbeständen in NRW durch das MOTIV-Programm erzielen können. „Wir möchten aber hervorheben: Gegen Einbruchskriminalität hilft in erster Linie Prävention. Ich kann nur jeden ermutigen, das kostenlose Beratungsprogramm „Riegel vor!“ der Polizei in Anspruch zu nehmen. Auch das Einbruchs-Radar hilft, die Bürgerinnen und Bürger für diese Problematik zu sensibilisieren und über schützende Maßnahmen zu informieren“, so Müller und Hübner. Strategien zur Verbesserung der Polizeiarbeit und gezielten Bekämpfung der Kriminalität seien auch Thema bei den regelmäßigen Gesprächen der Landtagsabgeordneten mit der Polizeipräsidentin.

Hübner plädiert ausdrücklich dafür, sich nicht von den gestern durch CDU und FDP im Landtag geschürten Horrorszenarien blenden zu lassen: „Bei der Einbruchskriminalität handelt es sich um einen Anteil von unter 5 Prozent der gesamten Straftaten in Dorsten sowie in ganz NRW. Vor diesem Hintergrund von einem Staatsversagen zu sprechen, ist unredlich! Vielmehr ärgert mich aber, dass die Opposition bei all der Kritik keinen Verbesserungsvorschlag vorgelegt“, sagt Hübner mit Blick auf die heutige Debatte im Landtag NRW. „Dass Straftaten, darunter vor allem besonders schwere Taten, rückläufig sind, ist eine positive Nachricht, wenn auch kein Grund, sich auszuruhen. Deshalb gab es unter Rot-Grün auch Rekordeinstellungen bei der Polizei“, kommentiert Müller abschließend.